Samstag, 12. Mai 2012

dark shadows

von dark shadows wurde ich arg enttäuscht. normalerweise sehe ich tim burtons filme sehr gerne, aber dieses mal nervt schon das fast ewig gleiche ensemble.
johnny depp aka barnabas collins überzeugt mich als verzehrender liebhaber gleich mal gar nicht. er spielt seine rolle nicht schlecht, nein, er spielt sie sogar ganz überzeugend, witzig, nett (wie in letzter zeit des öfteren in seinen kar­ne­va­lesken kostümen). aber die story reißt ihm das ruder aus der hand.
barnabas, vampir und seit knapp 200 jahren in einem sarg unter der erde gefangen, wird zufällig durch erdarbeiten befreit. unendlich durstig tötet er gleich mal alle herumstaunenden bauarbeiter. man, ist das lustig! (achtung! sarkasmus!) die armen kerle (achtung! kein sarkasmus!)
weiter gehts. barnabas sucht den ehemals heimatlichen wohnsitz auf und trifft dort auf nachkommen der familie und das kindermädchen victoria, das seiner ehemals geliebten josette zum verwechseln ähnlich sieht. warum und wie sich aber ausgerechnet ein vampir und die biedere gouvernante verlieben (sollen), bleibt der film schuldig. da sprühen keine funken, alles wirkt leblos und verkrampft. denn statt seiner neuen herzdame victoria den hof zu machen, vögelt barnabas die mörderin seiner josette. (übrigens eine bescheuerte szene ... wie sie beide die zimmereinrichtung zerlegen. wen sollte das ansprechen? das zwölfjährige publikum?)
und so geht es weiter. ohne herz und verstand, nur mit klamauk und netten bildern.

vielleicht liegt der grund für das nichtfunktionieren daran, dass der film auf einer serie (mit mehr als 1.000 folgen) beruht, die hier in deutschland wahrscheinlich wieder keiner (=ich) kennt und deren komplexen inhalt man kaum in zwei stunden unterbringt. und so sei dark shadows mittelmäßig bewertet.

3
dark shadows
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Freitag, 27. April 2012

project x

project x ist ein echter party film und den sieht man doch am besten mit der filmstarts-preview-tour.
die stimmung ist super, der eintritt frei, es gibt auch noch ein freigetränk und ein gewinnspiel mit tollen preisen (iPad). aber wie man dem foto entnehmen kann ... schade, ich war leider nicht (bei der verlosung) dabei:

April_2012-078

aber den film, den habe ich gesehen und mich köstlich amüsiert. ein einfamilienhaus in einer gediegenen vorstadtsiedlung und die eltern sind nicht da. was machen teenager? natürlich: party. drei loser planen eine geburtstagssause für ihren kumpel thomas. und je mehr leute kommen, desto mehr remmidemmi und natürlich mädels ...
mit diesem ziel machen sie sich an die arbeit, die party in nur einem tag zu promoten. dank der marketing künste von costa wird so aus den eingeplanten 50 gästen irgendwann ein unzähliges partyvolk mit folgen.
tipp: unbedingt die OV anschauen.

4
project x
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Freitag, 13. April 2012

iron sky

ich hatte nach dem trailer einen doch anders gearteten film erwartet (eigentllich mehr action), jedoch nicht erhofft und wurde positiv überrascht.
iron sky besticht zum einen mit der absurden grundidee, einige nazis hätten auf der dunklen seite des mondes überlebt und dort ihre ideologie fortgeführt und zum anderen mit einer satire, diversen filmzitaten und weiteren wahnwitzigen ideen, wie ich sie lange nicht erlebt und so geballt nicht vermutet hätte. der ganze saal hat ziemlich oft, ziemlich laut und herzhaft gelacht ... ich auch rofl
jedoch waren nicht alle aus unserer kino-clique so begeistert. und während ich mir noch vor lachen auf die schenkel klopfte, haben andere gehofft, es würde schnell vorbeigehen.

5
iron sky
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Samstag, 31. März 2012

die tribute von panem - the hunger games

bis vor kurzem wusste ich nicht, dass dieser film auf einem roman basiert. den trailer kannte ich schon vom letzten sommer und aufgrund der optik und story war klar, der muss angeschaut werden.
nun bin ich begeistert. dies ist keine gladiatoren action, sondern eine spannende und schön erzählte geschichte.
katniss meldet sich freiwillig als tribut für die hungerspiele, um ihre aus dem lostopf gezogene schwester zu verschonen. aus jedem der zwölf distrikte von panem werden je ein mädchen und ein junge als tribut im kampf antreten. bis dieser beginnt, erfahren wir viel über dieses land und die lebensumstände der bewohner und welche idee hinter den spielen steckt.
viel mehr kann ich eigentlich auch nicht sagen ... außer: selber anschauen ... und, dass ich jetzt mal das buch kaufen und mich auf weitere verfilmungen freuen werde.

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the hunger games
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Sonntag, 25. März 2012

juan of the dead

eine kubanische zombie-comedy? so was muss man sich doch anschauen. dachten wir.
juan ist ein lebenskünstler. er und sein kumpel führen trotz der ein oder anderen persönlichen krise ein entspanntes leben im sozialistischen karibikstaat.
als plötzlich das land von einer zombieplage heimgesucht wird, ergreifen sie ihre chance, und machen sich zum ersten mal nützlich. unter dem namen "juan de los muertos" ziehen sie ihr geschäft auf und erledigen die dissidenten, wie die untoten von der regierung offiziell genannt und erklärt werden. mit ihren wenigen mitteln und unterstützt durch juans hübsche tochter und weiteren skurrilen freunden und familienmitgliedern, sind sie dabei kreativ genug, und schaffen sich und ihren auftraggebern die plage vom hals.
sonderlich kreativ und komisch ist das dann doch nicht. der film hat zwischendrin so seine längen. aber mit ein zwei bierchen in der hand und ein paar nachos auf dem schoß kommt juan of the dead richtig gut.

tipp: unbedingt den abspann schauen - neben der grundsätzlichen idee, das beste am film

3
juan of the dead
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chronicle

was wäre, wenn du plötzlich übernatürliche kräfte hättest und alles um dich herum, nur per gedanken steuern könntest? wäre eine coole idee? ja, das fanden die filmemacher auch und drehten in found footage optik einen spannenden und teils echt innovativen streifen.
drei junge männer finden zufällig ein loch auf einem feld, klettern hinein und erhalten nur durch die berührung des dort gefundenen leuchtenden objekts telekinetische kräfte. anfangs blödeln die drei herum oder machen harmlose scherze. doch besondere fähigkeiten verlangen auch einen verantwortungsbewussten umgang und dies gelingt nicht allen gleich gut und so kommt es wie es kommen muss ... es nimmt kein gutes ende.
aber ein weiterer teil ist schon in planung und lässt uns auf neue abgefahrene action hoffen. woher ich das weiß? nun, hauptdarsteller alex russell und produzent adam schroeder waren zu gast und verrieten im q&a ihre pläne. später gab es autogramme:

russell_schroeder


5
chronicle
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we need to talk about kevin

dieser film hat es wirklich in sich. er ist ein intensives drama, dass noch lange nachwirkt.
eva wohnt in einem renovierungsbedürftigen haus und ist von einsamkeit und traurigkeit gezeichnet. in kurzen rückblicken erfährt man, dass sie bis vor kurzem eine familie hatte: mann, zwei kinder, tolles haus. jetzt ist alles anders. sie wird von den nachbarn gemieden, angegriffen, ja sogar geschlagen. und es ist überhaupt nicht klar weshalb.
stück für stück entspinnt sich so die gesamte geschichte evas lebens und ihres sohns kevin. als baby ein schreikind terrorisiert dieser auf ganz subtile art nicht nur seine mutter, sondern die ganze familie. eva ringt permanent damit, wieso ihr sohn so ist wie er ist. doch eine antwort wird sie nicht finden, auch nicht am ende, wenn sie ihrem sohn gegenübersteht und er erklärt "warum".

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we need to talk about kevin
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Mittwoch, 7. März 2012

young adult

young adult ist eine nachdenkliche komödie.

mavis leidet an ihrem mittelmäßigen leben: ein öder job als autorin, scheidung und überhaupt. sie kümmert sich eigentlich um nichts richtig, nicht einmal um ihren kleinen hund. in dieses leben platzt die nachricht ihrer jugendliebe buddy, der kürzlich vater geworden ist. prompt fährt sie in die heimatstadt und will ihn zurückerobern.
in ihrer naivität glaubt sie, dass buddy sich in der spießigen stadt, in seiner spießigen ehe mit einem spießigen baby doch sowieso langweilen müsste. dabei übersieht sie ihren ureigensten wunsch nach liebe und zuneigung. mit nahzu albernen aktionen versucht sie, ihn zu überzeugen.
den zuschauer überkommt so nach und nach immer mehr fremdpeinlichkeit. wie ein teenager ihrer jugendromane wirkt mavis - unsicher, fast nur aufs äußere bedacht, egozentrisch.
das ist anstrengend anzuschauen und so wird es eher zum problemfilm. die wenigen komischen momente reichen für eine komödie nicht aus.

3
young adult
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Donnerstag, 1. März 2012

das gibt ärger

dieser film ist ein klassischer fall von: die besten und witzigsten szenen schon im trailer gesehen - der rest l a n g w e i l i g.

zwei geheimagenten und beste freunde lernen per zufall die gleiche frau kennen. sie treffen ein gentlemen’s agreement: die frau darf vom jeweils anderen nichts erfahren und es gibt keinen sex. der jeweils "bessere" soll "gewinnen". das das nicht gut gehen kann, ist natürlich klar und so gibt es ärger.
beide versuchen sich gegenseitig mit komplimenten und spektakulären freizeitaktivitäten zu übertrumpfen oder auszustechen, in dem sie den jeweils anderen ausspionieren und sabotieren. das ist zuweilen sehr witzig, aber durch den trailer eben schon bekannt.
[achtung: spoiler]
das nächste ärgernis ist dann das ende. lange zeit sieht es so aus, als ob sich lauren für tuck (typ: netter kumpel von nebenan) entscheidet - selbst als fdr (typ: aufschneider) doch mit ihr entgegen der abmachung im bett landet. aber naja ... lauren und fdr das passte halt so gut, weil tuck zu seiner ex-frau zurückkehrt - dachte sich wohl der drehbuchautor.
bäh! l a n g w e i l i g.

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das gibt ärger
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Donnerstag, 23. Februar 2012

the artist

es ist schon erstaunlich, wie ein stummfilm heute noch funktionieren kann. emotionen nur mit gestik, mimik und musik zu transportieren, fällt sicher nicht einfach. hier ist es vollends gelungen. von daher ist "the artist" wirklich sehenswert.
george ist stummfilmstar. als der tonfilm sich ankündigt, hält er dies für nicht zukunftsträchtig und sperrt sich aus übertriebener eitelkeit dagegen. daraufhin wird er vom filmstudio gefeuert. auf eigene kosten produziert er einen weiteren stummfilm mit ihm in der hauptolle. parallel zu dieser geschichte lernt er peppy kennen - eine junge frau, die mit dem tonfilm dann später zum star avanciert. doch george ist verheiratet und so gibt er auch peppy keine chance in seinem leben.
die story ist dünn und würde für einen heutigen film nicht ausreichen. aber unter den oben genannten prämissen, passt es wieder perfekt. jean dujardin hat sichtlich spielfreude an seiner figur george. allein, dass er mich doch zu oft an oss 117 erinnert, schmälert den filmgenuss.

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the artist
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