Freitag, 22. September 2017

mayhem

während des films fanden wir einstimmig, dass so ein nettes virus im büro, definitiv ein paar probleme lösen würde. 😈
in naher zukunft existiert ein virus, dass den moralischen kodex der menschen außer kraft setzt. glücklicherweise gibt es ein gegenmittel. aber bis das wirkt, vergehen ein paar stunden. wer also infiziert wurde, ist für einen teil des tages nicht mehr ganz zurechnungsfähig und so sind auch seine taten nicht strafbar.
derek arbeitet als recht erfolgreicher anwalt in einer großen kanzlei und beratungsagentur. an diesem morgen scheint sich aber alles gegen ihn verschworen zu haben. seine kaffeetasse ist weg, einer mandatin kann er nicht helfen, seine kollegen nerven und überhaupt ist dann da noch diese nicht bearbeitete akte eines großkunden. in dem haifischbecken bleibt aber keine zeit für erklärungen und so wird er kurzerhand gefeuert. bevor er jedoch das gebäude verlassen kann, wird es abgeriegelt. der virus ist ausgebrochen. acht stunden quarantäne bis das gegenmittel über die klimaanlage wirkt. vielleicht ist das virus der grund, weshalb heute früh alle etwas überreagiert haben? ja, und für den verlauf des weiteren geschehens, übernimmt auch niemand sonst verantwortung ... so nutzt derek die situation, um seinem obersten chef seine lage zur nicht bearbeiteten akte nochmals zu "verdeutlichen".
hier und da haben aber ein paar originelle ideen gefehlt, weshalb sich anzug- und kostümträger in die haare kriegen sollten. entwendete kaffeetassen, kugelschreiber und tacker reichen nicht ganz. trotzdem, diese spaßige splatterorgie kann so einen tristen büroalltag schon ganz schön erheitern.

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mayhem
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reset

die pseudo science-fiction-gurke des jahres, produziert von jackie chan. trailer und beschreibung ließen auf einen interessanten film schließen, doch das gegenteil war der fall.
eine junge wissenschaftlerin und ihr team stehen kurz vor dem durchbruch längere zeitreisen, bisher mit affen, zu ermöglichen. eines tages wird ihr kleiner sohn entführt. um ihn zu befreien, soll sie die forschungsdaten kopieren. so weit, so gut.
ab da beginnt der murks und es sind nicht die zeitreisen, sondern das drumherum. hier ein paar beispiele ...
[achtung: spoiler]
die bösen schaffen es in ihr haus einzudringen und den jungen zu kidnappen, können aber nicht abwarten, bis sie zu hause eintrifft. nein, man muss eine mission-impossible-like verfolgungsjagd inszenieren. *facepalm* die bösen geben ihr eine stunde (warum eine stunde?), um die forschungsdaten zu kopieren. dazu muss sie wieder zurück ins firmengebäude (ein überaus riesiger futuristischer turm), der aber von den bösen schon halb zusammengesprengt wurde. sehr sinnvoll. vor ort findet sie einen ihrer kollegen getötet. warum die bösen dann nicht gleich das forscherteam komplett vor ort überwältigt haben? geschenkt. auf dem rückweg aus dem gebäude gerät sie in einen üblen müllschlucker. wie sie da rauskam? who knows. die bösen nehmen die daten in empfang, töten aber trotzdem ihren sohn, in der erwartung, die forscherin betrifft die zeitmaschine, um die dinge zu ändern und versucht so den ersten test mit menschen. sagte ich schon, dass die das gebäude halb zusammengesprengt haben. immer noch sehr sinnvoll. zurück im gebäude betritt sie die zeitmaschine. natürlich gab es schon einen entsprechenden "zeitraumanzug" für sie. hä? nun existiert sie zweimal und wendet hier und da dinge ab und ändert so das geschehen. endlich mal nicht unlogisch.
so in der art geht das ganze dann weiter. viele szenen erscheinen nur deshalb zu existieren, weil man unbedingt so etwas drehen wollte, nicht weil es für die geschichte wichtig wäre: verfolgungsjagd auf einem container-hafen. ein altes schulgebäude mit baugerüsten. ach und dann die unlimited bullets in den waffen. leute ... was für eine gurke!

1
reset
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Mittwoch, 20. September 2017

land of the little people

mit sicherheit einer der kontroversesten filme des diesjährigen filmfests.
schon während des films fand ich, und später in der diskussion mit anderen waren wir wir uns einig, dass die kinder völlig respekt- und emotionslos durchs leben gehen, dass ihnen mal jemand gehörig die meinung geigen sollte. sprich: der film hat wütend gemacht.
irgendwo in israel - vier angehende pubertierende teenager (ein mädchen und drei jungen) spielen in den sommermonaten auf einem verlassenen militärgelände. mit pfeil und bogen sowie schlagfallen jagen sie tiere - aus spaß scheinbar. dabei wirken sie nicht unsympathisch, aber extrem der welt entrückt. als eines tages auf ihrem "land" zwei deserteure auftauchen zeigen sie auch hier keine achtung. einer der jungen durchwühlt direkt deren sachen und stiehlt persönliche fotos. einen anderen tag entwenden sie essensrationen. beim versuch, den jungen zu folgen tritt einer der deserteure auch noch in eine schlagfalle und verletzt sich schwer. doch die kinder geben keine ruhe und rauben kurz darauf eine waffe, schießen gar auf den ohnehin schon verletzten mann. und es wird noch schlimmer kommen ...
warum das alles?
die jugendlichen entstammen scheinbar alle soldatenfamilien. der vater des mädchens kam im einsatz ums leben, ein anderer wurde gerade einberufen. dies ist aber ganz ehrlich kein grund, so zu handeln. desertieren ist vielleicht unehrenhaft, aber menschlich. und genau dies fehlt den kindern: menschlichkeit. in ihrer welt ist diese abhandengekommen. wie viel gleichgültigkeit und wütenden hass die teenager zeigen ist verstörend. man möchte sich mit ihnen nicht an einen tisch setzen.
wenn dieser film einen ausschnitt der israelischen gesellschaft zeigt - und er ist handwerklich gut - dann hat er somit sein ziel erreicht. aber er lässt einen absolut ratlos und verwirrt zurück.

4
land of the little people
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Dienstag, 19. September 2017

colossal

eine aberwitzige idee gepaart mit einem etwas weniger dramatischen hintergrund.
eine junge frau, gloria, unfähig einen job zu finden, wird von ihrem freund aus der wohnung geworfen. er hat ihre party-nächte satt und macht schluss. zurück in ihrer heimatstadt und im elternhaus trifft sie einen alten schulfreund, oscar, der ihr netterweise in seiner bar einen job anbietet. mit zwei freunden trinken und reden beide bis in die morgenstunden. dann macht sich gloria auf nach hause. später wird sie von oscar geweckt: ein monster hat teile von seoul verwüstet. WTF? auch am nächsten tag erscheint das monster wieder. durch sein seltsames verhalten sieht gloria parallelen und testet am darauffolgenden tag, ob sie wirklich das monster "steuert". dem ist tatsächlich so. von nun an versucht sie, (als monster) möglichst umsichtig zu sein. nur ist da noch der messie-hafte oscar, der ihr einen strich durch die rechnung macht.
aus dieser idee hätte man eine richtig coole, noch breiter und größer angelegte geschichte machen können. warum treffen gerade eine alkohol-gefährdete partymaus auf ein messie aufeinander? warum sind die charaktere so gewählt? weshalb ist das ende so trist? und für einen independent-monster-fun war definitiv zu wenig spaß.
trotzdem: wen die story interessiert, sollte sich den film anschauen.

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colossal
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Freitag, 15. September 2017

schneeflöckchen

ein schräger, abgefuckter deutscher film. das allein ist schon sehenswert. schneeflöckchen ist es aber allemal wegen seiner verrückten geschichte.
deutschland in naher zukunft befindet sich in anarchischen zuständen. selbstjustiz steht auf der tagesordnung. zwei migranten-freunde wollen sich seit jahren an den drahtziehern einer brandstiftung rächen, bei denen ihre eltern und geschwister ums leben kamen. ok, stopp ... so düster ist der film nicht, wie man jetzt vielleicht denkt. nein er ist taghell und schrill. also weiter ... in einem geklauten auto entdecken sie plötzlich ein drehbuch in dem dann haargenau das steht, was sie gerade erlebt und gesagt haben ... was? ... jepp! ab jetzt suchen die beiden nicht nur den mörder ihrer familie, sondern auch den drehbuchautor, damit er damit aufhört oder, sagen wir mal so, es umschreibt. denn den beiden gefällt ganz und gar nicht, was der weitere verlauf für sie bereithält.
eine echte kleine perle des deutschen kinos. mit witz und charme boxt, schießt, mordet sie sich in die herzen der zuschauer. ab an und haben dann aber die filmemacher mehr gelacht als das publikum ... jedenfalls bei der gestrigen premiere auf dem fanatasy filmfest.

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schneeflöckchen
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radius

ein autounfall. ein mann kriecht aus dem wagen. irrt verstört umher. er will ein entgegenkommendes fahrzeug anhalten, doch das rutscht von der straße. die fahrerin: tot. mit dem handy der frau wählt er den notruf. doch er weiß weder wo er ist, noch wie er heißt. sobald er auf menschen oder tiere in seiner umgebung trifft, fallen diese einfach um.
das ist das setting von radius. was dann folgt ist eine wirklich interessante geschichte. mit hilfe einer frau versucht er herauszufinden, was beim autounfall passiert ist und warum er plötzlich für alle in seiner umgebung tödlich ist.
die auflösung ist denn auch überraschend ... nur so viel sei gesagt: karma is a bitch.
[achtung: spoiler]
das folgende versteht nur, wer den film gesehen hat ... eine sache habe ich gefunden, der im nachhinein nicht zur story passt. jane kommt zu liams haus und meint, weder das krankenhaus noch die polizei kann sagen, wer sie ist. deshalb ist sie also eine jane doe. später im verlauf findet sie jedoch vermissten-aushänge mit ihrem foto. ok, es ist von ihrer zwillingsschwester. aber die beiden sehen sich verdammt ähnlich. wäre das nicht jemandem im krankenhaus oder bei der polizei aufgefallen?

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radius
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hounds of love

dieser film ist mehr als serienkiller-voyeurismus. mit viel liebe zum detail, exzellenten kamera-einstellungen, verdammt gut ausgesuchter musik und brillanten schauspielern schafft er es, jede einzelne szene eindringlich rüberzubringen.
in einem mittelklasse-vorort verschwindet plötzlich die schülerin vicky, denn sie hat auf dem weg zu einer party eine folgenschwere entscheidung getroffen. sie ist zu einem echt nett wirkenden ehepaar in den wagen gestiegen. leider sind die beiden emotional ziemlich auf der kante unterwegs und kidnappen junge mädchen, primär für sein sexuelles vergnügen und gewalttätiges ego. sie, die ehefrau, ist ihm mehr oder minder hörig. schafft vicky es, sie zu überzeugen, dass er sie nur benutzt?
ein schwermütiges stück um liebe, begierde und macht.

5
hounds of love
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this is your death

von diesem film hatte ich mir mehr erwartet. mehr tiefe, mehr gefühl, mehr hintergrund.
der tv-moderator einer hochzeitssendung sucht nach dem live-selbstmord einer ausgeschiedenen kandidatin nach dem sinn des lebens und gerät erneut in den geldgetriebenen fernseh-show-strudel. mit seiner produzentin tüfteln sie am format 'this is your death', in dem kandidaten live ihren selbstmord initiieren. das publikum kann geld spenden, voten ...
das klingt verrückt? ja, aber weit entfernt davon sind wir vielleicht nicht mehr. jedenfalls bleibt die kritik an den perfiden tv-shows ziemlich flach und auch unser geläuterte anitheld ist weder gegen das system noch ein held.
wirkliche emotion kommt erst am ende auf, als giancarlo esposito alias gustavo „gus“ fring aus breaking bad auf die bühne tritt und dem spektakel den garaus macht. giancarlo esposito ist übrigens auch regisseur dieses films.

3
this is your death
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Mittwoch, 13. September 2017

the mermaid

als der film begann dachte ich nur: bitte lass es schnell vorbei sein.
so trashig und schräg, aber nicht wirklich gut. naja ...
ein reicher geschäftsmann kauft ein grundstück auf einer insel und will vor der küste die delfine vertreiben. mit den herabgelassenen sonaren richtet er aber nicht nur an delfinen schäden an, sondern an den dort tatsächlich noch lebenden meerjungfrauen und -männern. eine ausgewählte meerjungfrau soll sich an den billionär heranmachen, um ihn zu töten. dumm nur, dass sie sich in ihn verliebt.
wenn man das quietschig bunte und die schlechten effekte mal ausblendet, bleibt eine gute grundidee. geld allein macht nicht glücklich und sauberes wasser und reine luft kann man sich damit auch nicht kaufen.

2
the mermaid
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IT

die geschichte des eröffnungsfilm ist - wie das fantasy filmfest - in die jahre gekommen (geburtsstunde des romans und des filmfest war 1986). also zeit für eine neuauflage von ES aka IT.
der hochglanz-horror wartet mit einer chronologischen folge der ereignisse in der kleinstadt derry auf, ohne wie die romanvorlage zwischen den zeiten hin- und herzuspringen. warum auch immer, wurden die geschehnisse aber aus den späten 50ern in die späten 80er jahre verlegt (die aber eher wie die 70er aussehen). vielleicht um die damals jugendlichen romanleser (wie ich) an ihre eigene kindheit zu erinnern. who knows!?
IT bietet den wohligen schauer aus der romanvorlage und geizt nicht mit farben und schreckmomenten. trotzdem fehlt dem film das düstere, das es braucht. jegliche manifestierten ängste der jugendlichen werden in vollem licht dargestellt (vermutlich, um eine fsk 16 zu bekommen). das tut der geschichte gut, dem film eher weniger. dafür ist der jungendcast grandios.
fast einstimmig applaudierte das kino gestern eher verhalten. seien wir gespannt, was noch läuft auf dem filmfest. der start war wirklich gut - vom hocker gehauen hat er uns nicht.

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it
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Sonntag, 18. Juni 2017

mädelstrip

ein netter, witziger sommerfilm, der leider nicht ganz hält, was er verspricht.
amy schumer ist wirklich lustig, aber vieles im film ist dann doch arg albern, teils unter der gürtellinie, klischeebehaftet ohne ende oder so ein altherren-humor. keine ahnung, aber so richtig zum totlachen war der film nicht. amüsant, unterhaltsam, so ganz ok.
goldie hawn und amy schumer geben aber zumindest ein sehr nettes mutter-tochter pärchen ab.

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mädelstrip
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Montag, 5. Juni 2017

alien: covenant

ach, die alien nachfolger/vorgänger. :-/ ohne ripley sind sie irgendwie nur halb so gut. gut, sie hat ja da auch noch nicht gelebt. aber die filmemacher haben es einfach nicht geschafft, den prequels eine ähnlich starke figur zu geben, wie ripley. dadurch ist dieser alien gut. wie zu erwarten: creature, horror, blood and action. nur das gewisse etwas fehlt. und kommt mir jetzt nicht mit michael fassbender. nee, der mag ja irgendwie ein ganz guter schauspieler sein, aber der ist immer so so "glitschig". ach, ich weiß nicht.
die handlung reiht sich an prometheus an und spannt den bogen in die zukunft (facehugger). aber warum die aliens hier eine helle haut haben und später ja eigentlich eher schwarz sind ... wer weiß.

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alien: covenant
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Sonntag, 14. Mai 2017

get out

unterhaltsam und spannend von anfang bis ende, fehlte mir bei get out trotzdem etwas, um ein 5-sterne film zu sein.
hier werden die klischees umgedreht, aber reicht dass, um innovativ zu sein?
[achtung: spoiler]
get out bietet neben kultig-lustigen momenten mit einem coolen sidekick sonst ebenfalls eher klassische horror-momente. der twist mit der hirntransplantation ist so absurd wie dämlich, sind doch die daraus entstandenen 'new blacks' oder 'new whites' eher zombies denn eine neue, besser kombinierte spezies. da hilft auch die nett gemeinte auflösung der gartenparty nichts ("spielen sie golf?").

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get out
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